Zeitschrift für Seelenpflege Heft 4, 2006

 

Beiträge:

  

Frühkindlicher Autismus in
Zusammenhang mit der
anthroposophischen Sinneslehre
von Karin Mühlich-Schreiber

 

Eine persönliche Perspektive auf den Autismus
von Temple Grandin

 

Wer stört hier wen?
Zum Verständnis abweichenden kindlichen Verhaltens
von Götz Kaschubowski

 

«Wenn ein Bewohner nicht erkennt, dass die Grenze ihm hilft, muss ich sie wieder fallen lassen»
Wolfgang Armbrüster im Gespräch mit Bernhard Schmalenbach

 

Wahr oder unwahr – Phantasie ist gefragt (Die wahre Geschichte einer Deutschepoche)
von Christiane Gebhardt

 

Gratulationen

 

Berichte

 

Bücher

 

Informationen

 

Jahresinhaltsverzeichnis 2006

 

Editorial

 

«Autistisch zu sein, ist wie eine sehr lange Kindheit zu haben»,

 

schreibt Temple Grandin in ihrem faszinieren-den Bericht, wie sie ihr Leben als Autistin zu meistern gelernt hat. Die durch das Buch «Eine Anthropologin auf dem Mars» von Oliver Sacks international bekannt gewordene Professorin an der Universität von Colorado beschreibt minutiös, mit welchen Strategien sie sich in einer ihr zunächst fremden Welt mehr und mehr zurechtgefunden hat, was schwierig war und welche Fähigkeiten sie erwerben musste. Ihr Anliegen ist, dass auch andere von ihren Erfahrungen lernen können, damit sie in die Arbeit mit autistischen Kindern einfliessen können. Temple Grandins Text stand bisher nur in englischer Sprache zur Verfügung.

 

Karin Mühlich-Schreibers Auseinander-setzung mit der Frage, wie Autismus und die Welt der Sinneserfahrungen miteinander im Zusammenhang stehen, kommt an sehr ähnliche Erfahrungen und Sichtweisen heran. Götz Kaschubowski stellt grundlegende Erwägungen zur Frage des so genannten abweichenden Verhaltens bei Kindern an und macht deutlich, dass menschliches Handeln und Verhalten immer kontextbezogen ist und daher auch nur in kontextuellen Bezügen verändert werden kann.

 

Vor einigen Jahren brachte Bernhard Schmalenbach ein Interview mit Wolfgang Armbrüster, bei dem es vorwiegend um diejenigen Fragen ging, die uns das Leben mit schwer mehrfachbehinderten Menschen stellt. Nun griff er den Gesprächsfaden in einem neuen spannenden Interview wieder auf.

 

«Die wahre Geschichte einer Deutsch-epoche» erzählt Christiane Gebhardt im Rahmen unserer Reihe der Unterrichts-porträts. Ansonsten Nachrichten aus der internationalen Heilpädagogik, Glückwünsche an Kolleginnen, neue Bücher und was Sie sonst hier regelmässig finden.

 

Einen intensiven Herbst wünscht Ihnen
für das Redaktionsteam
Ihr
Rüdiger Grimm