Zeitschrift Seelenpflege, Heft 4, 2005

 

Beiträge


Ita Wegmans soziale Wirksamkeit im 20. Jahrhundert,  von Peter Selg


Das Fragile-X-Syndrom — Symptome, Hintergründe und therapeutische
Wege, von Carla Papke-Hesse


Gartenbau und Landwirtschaft als Beschäftigungsfeld für Menschen mit Behinderung, von Martina Carl

 

Werkstattporträts: Werkzeuge der Verwandlung. Die Werkzeug-Werkstatt
in Garwald, von Paul Turner


Das vielgepriesene «Schwedische Modell» funktioniert nicht. Bericht über
das Buch „Grünewalds Traum“. Rezension von Bernard Heldt


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Editorial

 

Tools for self reliance -
Werkzeuge, die unabhängig machen,

werden von Menschen mit Behinderung gesammelt, instandgesetzt und als komplette Werkzeugsätze an Menschen in Entwicklungsländern versandt. Ein bewundernswertes Beispiel für Netzwerke gegenseitiger Hilfeleistung, das die Werkstätten in Garvald aufgebaut haben!
Es ist auch ein Motto, das über unseren heilpädagogischen und sozialthera-peutischen Intentionen überhaupt stehen kann: immer mehr Hilfe zur Unabhängigkeit zu geben. Das gilt auch für soziale Fragen. Peter Selgs Beitrag über Ita Wegmans soziales Wirken geht damit einer wichtigen Frage nach, wie geistige Impulse im sozialen Leben als Gemeinschaftsbildungsprozesse wirksam werden können. Den Besonderheiten im Leben von Menschen mit dem fragilen-X-Syndrom geht Carla Papke-Hesse nach, Martina Carl hat das Arbeitsfeld Landwirtschaft in seiner Bedeutung für Menschen mit Behinderungen untersucht.

De droom van Grunewald – Grunewalds Traum – ist ein Buch, das gerade in den Niederlanden erschienen ist. Es setzt sich mit der Realität der Integration in Schweden auseinander. Eine über weite Strecken desillusionierte Sicht, die zeigt, dass noch viel zu tun ist, um Menschen mit Behinderung die Lebensorte zur Verfügung zu stellen, an denen sie wirklich zu gleichberechtigten und teilhabefähigen Mitgliedern unserer Gesellschaft werden können. Wir bringen dazu eine Zusammenfassung des Buchs von Peter Siebesma.
Unsere Arbeit wird von konkreten Menschen getragen, Menschen, denen wir für ihre Lebensleistung danken wollen, Menschen derer wir gedenken, gerade auch dann, wenn sie – für uns – viel zu früh aus ihrer Arbeit und ihren Familien gerissen worden sind.
Einen arbeitsreich-fruchtbaren Herbstaber auch genügend Musse, um zumindest die Zeitschrift Seelenpflege in Ruhe lesen zu können,
wünscht Ihnen für unser Redaktionsteam,
Rüdiger Grimm